Google-Extended ist eine Kennung für die robots.txt, mit der Betreiber steuern, ob ihre Inhalte für das Training und für das sogenannte Grounding in anderen Google-Systemen verwendet werden dürfen. Google beschreibt es in der Dokumentation zu KI-Funktionen ausdrücklich als Mittel für „andere Google-Systeme“. Die Google-Suche, und damit AI Overviews und AI Mode, werden davon nicht gesteuert.
Was eine Sperre bewirkt
Mit „User-agent: Google-Extended“ und „Disallow: /“ in der robots.txt signalisieren Sie, dass Ihre Inhalte nicht für Training und Grounding der betroffenen Google-Systeme genutzt werden sollen. Google-Extended ist dabei kein eigener Crawler mit eigenen Abrufen; die Kennung wird als Steuerung ausgewertet. Ihre Seiten werden weiterhin von Googlebot abgerufen, indexiert und können in Suchergebnissen, AI Overviews und AI Mode erscheinen. Das ist für viele überraschend, weil sie mit der Sperre genau das Gegenteil erreichen wollten.
Was eine Sperre nicht bewirkt
- Sie entfernt Sie nicht aus AI Overviews. Dafür entscheiden Indexierung und Snippet-Freigabe.
- Sie ändert nichts an ChatGPT, Perplexity oder anderen Anbietern; die haben eigene Kennungen.
- Sie schützt nicht vor Abrufen, die ein Nutzer auslöst, etwa über Recherchefunktionen anderer Systeme.
Wenn Sie die Übersichten tatsächlich einschränken wollen
Google koppelt die Aufnahme in AI Overviews und AI Mode an zwei Voraussetzungen: Die Seite ist indexiert, und sie darf mit einem Snippet angezeigt werden. Die Snippet-Steuerung gilt deshalb auch für die KI-Funktionen. Mit „nosnippet“ im Robots-Meta-Tag verhindern Sie Textauszüge vollständig, mit „max-snippet“ begrenzen Sie deren Länge, mit „data-nosnippet“ im HTML schließen Sie einzelne Abschnitte aus. Jede dieser Einstellungen wirkt aber genauso auf klassische Suchergebnisse. Wer Übersichten einschränkt, schränkt seine Snippets ein, und damit seine Sichtbarkeit insgesamt. Es gibt derzeit keinen dokumentierten Schalter, der nur die Übersichten betrifft und die klassischen Ergebnisse verschont.
Quelle: Google Search Central, „KI-Funktionen und deine Website“ und Dokumentation zu Google-Extended, abgerufen am 1. Oktober 2026.
Eine Entscheidungshilfe
Die Frage „Google-Extended sperren?“ ist eine Frage nach Training und Grounding außerhalb der Suche, also danach, ob Ihre Inhalte in Googles anderen KI-Produkten als Wissen dienen dürfen. Das ist eine unternehmerische Entscheidung ohne Auswirkung auf die Suche; wir treffen sie nicht für Sie. Die Frage „Wollen wir in AI Overviews erscheinen?“ ist eine andere. Für fast alle Unternehmen, deren Kunden vor der Entscheidung recherchieren, lautet die Antwort ja, weil die Übersicht dort steht, wo früher Platz eins war. Was dafür nötig ist, steht auf der Seite Google AI Overviews. Wie sich die Kennungen aller Anbieter getrennt steuern lassen, zeigt die Anleitung robots.txt für KI-Crawler richtig einstellen.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein konstruiertes Beispiel: Ein Softwarehaus sperrt Google-Extended, weil es seine Dokumentation nicht in Googles KI-Produkten sehen will. Drei Monate später erscheinen seine Seiten weiterhin als Stützen in AI Overviews, und die Geschäftsführung glaubt, die Sperre sei fehlerhaft. Sie ist es nicht; sie hat nur nie die Suche betroffen. Umgekehrt setzt ein Ingenieurbüro „nosnippet“ auf seine Fachseiten, um nicht in Übersichten zusammengefasst zu werden, und verliert damit auch die Textauszüge in den klassischen Ergebnissen. Beide haben mit dem falschen Werkzeug gearbeitet, weil die Begriffe verwechselt wurden.
Kurz gesagt
Google-Extended sperren: Was dann wirklich passiert, ist wenig. Training und Grounding in anderen Google-Systemen werden abgelehnt, die Suche und die Übersichten bleiben unverändert. Wer die Folgen für AI Overviews steuern will, arbeitet mit Indexierung und Snippet-Freigabe, und zahlt dafür mit klassischer Sichtbarkeit.