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Wie viele Fragen braucht ein Fragenkatalog für KI-Monitoring?

Für den Einstieg 30 bis 50, verteilt auf Phasen und Rollen, mit Varianten. Weniger ist Zufall, mehr macht die Auswertung schwer, ohne das Bild zu verbessern.

Veröffentlicht am von Oliver Misch

Ein Fragenkatalog ist die Messlatte für alles, was danach kommt. Er muss groß genug sein, dass einzelne Ausreißer das Bild nicht verzerren, und klein genug, dass Sie ihn in mehreren Systemen mehrfach durchlaufen können, ohne dass die Auswertung liegen bleibt. Für die meisten Unternehmen liegt dieser Punkt zwischen 30 und 50 Fragen.

Warum nicht fünf

Mit fünf Fragen bestimmt jede einzelne Antwort zwanzig Prozent des Ergebnisses. Eine Nennung mehr oder weniger, und die Nennungsrate springt von 40 auf 60 Prozent, ohne dass sich an Ihrer Website etwas geändert hat. Solche Zahlen taugen nicht für Entscheidungen. Erst ab etwa 30 Fragen über zwei Durchläufe wird die Schwankung einzelner Antworten klein genug, um eine Richtung zu erkennen.

Warum nicht zweihundert

Zweihundert Fragen in drei Systemen mit zwei Modi und zwei Durchläufen sind 2.400 Antworten pro Runde. Das liest niemand, und die Richtigkeit der Nennungen prüft erst recht niemand. Der Katalog wird dann zur Datei, die gepflegt wird, statt zum Werkzeug, mit dem gearbeitet wird. Wer mehr Fragen braucht, weil mehrere Leistungsfelder oder Rollen abgedeckt werden, teilt den Katalog in Gruppen und misst die Gruppen getrennt.

Wie die 30 bis 50 verteilt sein sollten

AnteilFragetypBeispielWofür die Gruppe steht
etwa 40 %Anbieterfragen, mit und ohne Ortsbezug„Welche Agentur in Bonn hilft bei KI-Sichtbarkeit?“Kaufnähe; hier zählt die Nennung
etwa 30 %Eingrenzungs- und Prüffragen„Worauf achten bei der Auswahl einer GEO-Agentur?“Vergleichsphase; hier zählt das Zitat als Quelle
etwa 20 %Erklärfragen zum Fachgebiet„Was ist Query Fan-out?“Fachliche Autorität; Zitat auf Erklärseiten
etwa 10 %Fragen zur eigenen Marke„Was macht VQO?“Richtigkeit der Beschreibung

Im B2B kommt eine zweite Dimension dazu: die Rolle des Fragenden. Geschäftsführung, Fachabteilung, IT und Einkauf stellen verschiedene Fragen an dasselbe Angebot. Dann wird der Katalog nach Rollen gegliedert, und jede Rolle bekommt ihren Anteil. Mehr dazu auf der Seite GEO für B2B.

Varianten gehören dazu

Weil eine andere Formulierung eine andere Antwort auslösen kann, enthält ein guter Katalog zu den wichtigsten zehn Fragen je zwei Varianten: eine kurze, stichwortartige und eine ausformulierte. „Steuerberater Ärzte Bonn“ und „Welcher Steuerberater in Bonn hat Erfahrung mit Arztpraxen?“ messen nicht dasselbe. Die Varianten zählen zu den 30 bis 50 dazu, nicht obendrauf.

Woher die Fragen kommen

Nicht aus Keyword-Tools. Aus dem Vertrieb, aus dem Support, aus Erstgesprächen, aus den E-Mails, die Interessenten schreiben, bevor sie anfragen. Zwanzig Minuten mit der Person, die täglich mit Kunden spricht, liefern mehr brauchbare Fragen als ein Nachmittag mit Werkzeugen. Wie der Katalog in der GEO-Strategie festgelegt und im KI-Monitoring verwendet wird, beschreiben die jeweiligen Seiten.

Den Katalog pflegen, nicht umbauen

Der größte Fehler nach dem Start ist, den Katalog bei jeder Runde zu ändern. Dann lässt sich nichts mehr vergleichen. Neue Fragen kommen dazu, wenn sich das Geschäft ändert, alte bleiben drin, auch wenn sie langweilig geworden sind, weil nur so die Entwicklung über Zeit sichtbar wird. Streichen Sie eine Frage erst, wenn sie über mehrere Runden keinerlei Aussagekraft hatte, und vermerken Sie das Datum der Änderung. Ein Katalog mit Änderungsprotokoll ist mehr wert als ein doppelt so großer ohne.

Kurz gesagt

Wie viele Fragen ein Fragenkatalog für KI-Monitoring braucht: 30 bis 50 für den Einstieg, verteilt auf Anbieter-, Eingrenzungs-, Erklär- und Markenfragen, mit Varianten für die wichtigsten zehn, aus echten Kundengesprächen statt aus Werkzeugen. Und dann möglichst unverändert lassen.

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